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GRÜNE GROSSPROJEKTE & INDIGENER WIDERSTAND (Oaxaca)
7.11.2013
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2.11.2013
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1.11.2013
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Mexiko: Freilassung von Alberto Patisthán verweigert
18.8.2013
Soli-Newsletter August 2013
 
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Newsletter Juli 2011

--- Direkte Solidarität mit Chiapas ---
11. August 2011

CHIAPAS
Der kritische und unabhängige Journalismus ist bedroht
Bei verschiedenen unabhängigen Medien herrscht Besorgnis über die Situation in Chiapas. Gouverneur Sabines setzt alles daran, Kritiker jeglicher Art ausser Gefecht zu setzen: JournalistInnen werden verfolgt und bedroht. Auch wird ihnen der Zugang zur offiziellen Regierungsinformation verwehrt, bei öffentlichen Veranstaltungen werden sie ausgeschlossen und Interviews werden ihnen verweigert. Dies alles, um die Berichterstattung zu kontrollieren. Doch es bleibt nicht nur bei dieser Zensur. Den JournalistInnen, welche die Lokalregierung kritisieren, werden beliebige Delikte angehängt. Isaín Mendujano, Korrespondent für den «Proceso» beispielsweise wird für Körperverletzung an Jacobo Elnecavé Luttmann angeklagt. Elnecavé ist Berichterstatter für die chiapanekische Regierung und wurde in der Nacht auf den Sonntag, 19.6. in einer Bar mit einem Schlagstock angegriffen.
Chiapas: En riesgo el periodismo critico independiente

GUERRERO
Morde an der Familie Ayala
Am 3. Juli wurden Isabel und Reyna Ayala Nava erschossen. Danach wurden ihnen von den Tätern die Mobiltelefone entwendet. Isabel war in den siebziger Jahren Mitglied in der Aufständischen Organisation «Partido de los Pobres» (Partei der Armen). Sie war zwischen 1974 und 1976 im Militärcamp gefangen und Folter ausgesetzt. Dies zusammen mit ihrer frisch geborenen Tochter und anderen Familienangehörigen. Danach mussten sie wegen anhaltenden Drohungen für mehrere Jahre das Land verlassen und kehrten erst 2008 nach Guerrero zurück. Anfang 2011 wurden die beiden Brüder von Isabel und Reyna ermordet. Seit die Familie die Aufklärung der Tat fordert, erhält sie anonyme Morddrohungen.
Micaela, die Tochter von Isabel erhielt am Tag nach dem Mord vom Telefon ihrer Mutter aus ein Droh-SMS. Micaela ist Mitglied in der zivilen Vereinigung «Nacidos en la Tempestad» und hat sich dafür ausgesprochen, den Kampf für die Verschwundenen und Inhaftierten des schmutzigen Krieges der 70er Jahre wieder aufzunehmen.
Weder die willkürlichen Verhaftungen und Folter in den 70er Jahren noch die jüngsten Ermordungen in der Familie wurden aufgeklärt. Mit der Urgent Action sollen die Behörden dazu aufgerufen werden, die Morde aufzuklären. Für Micaela Cabañas Ayala und ihre Angehörigen müssen Sicherheitsmassnahmen getroffen werden.
Urgent Action auf Spanisch


Willkürliche Festnahme und Drohungen gegenüber Menschenrechtlern
In Ayutla wurde am 5. Juli der indigene Menschenrechtsverteidiger Rafael Rodríguez Dircio, Aktivist der OPIM (Organisation der Indigenen Völker Me?phaa), festgenommen. Er wurde aufgrund konstruierter Anklagen eingesperrt. Raúl Hernández, ebenfalls von der OPIM, verbrachte über zwei Jahre wegen konstruierter Delikte im Gefängnis. Amnesty International betrachtete ihn als gewaltlosen politischen Gefangenen, und er wurde schließlich am 30. August 2010 freigelassen. Mit ihm gemeinsam waren vier andere AktivistInnen über eine Dauer von elf Monaten inhaftiert. Im Februar 2009 wurden die beiden Indigenen Manuel Ponce Rosas und Raúl Lucas Lucia, die sich in Ayutla für die Menschenrechte engagierten, verschleppt, gefoltert und getötet. Die Verantwortlichen sind bislang nicht vor Gericht gestellt worden.
Obtilia Eugenio Manuel und Cuauhtémoc Ramírez erhielten erneut einen Drohbrief. Eine Woche zuvor waren die Vorsitzende und der Sprecher der Menschenrechtsorganisation OPIM und andere OPIM-Mitglieder von Angehörigen der mexikanischen Armee in aggressiver und einschüchternder Art und Weise durchsucht worden. Als Gründerin und Leiterin von OPIM wird Obtilia Eugenio Manuel immer wieder bedroht, eingeschüchtert und drangsaliert.
Hintergrundinfos und Urgent Action unter: http://www.chiapas.eu/ua2.php?id=95
Artikel auf Spanisch: Fue detendido en Ayutla el defensor indígena Rafael Rodríguez Dircio, integrante de la OPIM

OAXACA
Neue Massenentführung von Migranten im Süden von Mexiko
Auf dem Weg von Oaxaca nach Veracruz wurde in der Nacht auf den 25. Juni ein Zug mit 250 Migrantinnen und Migranten von Bewaffneten, die der Mafiaorganisation Los Zetas angehören, überfallen. Mehrere Dutzend Personen, darunter auch Frauen und Kinder, werden seither vermisst. Gemäß dem Bischof Raúl Vera López bringen die jährlich weit über 10?000 Entführungen von Migrantinnen und Migranten den Mafiastrukturen umgerechnet rund 50 Millionen US-Dollar ein.
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MEXIKO
Ciudad Juárez
Wir haben in den letzten Newslettern über die Situation der AktivistInnen berichtet, die in Ciudad Juárez gegen die brutalen Frauenmorde kämpfen. Nun ist ein Hintergrundartikel in der WOZ erschienen:
«Wenn es heiss ist, dann ist es richtig heiss» ein Bericht der WOZ von Toni Keppeler. Die mexikanische Grenzstadt Ciudad Juárez gilt als Welthauptstadt des Verbrechens. Hier herrscht nicht nur ein Krieg zwischen Drogenkartellen und Sicherheitskräften, sondern eine Ordnung, in der das Recht des Stärkeren brutal und schrankenlos durchgesetzt wird.
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Für ihre unerschrockene Berichterstattung sind die beiden Journalistinnen Rocío Idalia Gallegos Rodríguez und Sandra Rodríguez Nieto von der Tageszeitung «El Diario de Juárez» mit dem «Knight International Journalism Award 201» ausgezeichnet worden. Sie berichten in der Lokalzeitung über die Folgen von Korruption und Drogenhandel an der Nordgrenze Mexikos: Weitere Infos dazu

Am 5. Juni durchsuchten Angehörige der mexikanischen Bundespolizei im nordmexikanischen Bundesstaat Chihuahua ohne rechtliche Grundlage die Büroräume einer Menschenrechtsorganisation. Die MitarbeiterInnen der Organisation sind nach Einschätzung von Amnesty International in grosser Gefahr. Die Organisation Paso del Norte spielt eine wichtige Rolle beim Aufbau der nationalen Bewegung gegen den Drogenkrieg.
Urgent Action hier unterschreiben

Weitere Berichte zu Mexiko

Feminizid ist neuer Strafbestand in Mexiko-Stadt

Journalisten leben immer gefährlicher. Vier Journalisten innerhalb von drei Wochen ermordet. Behörden wird Untätigkeit und Verstrickung vorgeworfen.
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Undurchsichtige Justiz - Mexiko:
Verhaftet, freigelassen und wieder verhaftet. Der Fall Jorge Hank Rhon

Hintergrundinformationen im neuen Desinformemonos








VERANSTALTUNGEN

Mi, 20. Juli, G8 Genua 2001: Vor 10 Jahren wurde Carlo Giuliano ermordet. Infoveranstaltung mit Film, Dorfplatz Veltheim, Winterthur


Menschenrechtsbeobachtung (PWS): Freiwillige für Friedenseinsätze gesucht, Infoveranstaltungen: Bern: Sa, 27. August, Zürich: Sa, 10. September 2011
Mehr dazu

Achtung: Die angekündigte Veranstaltung vom 3. September im N-S-Haus Winterthur wurde irrtümlicherweise in den Newsletter aufgenommen, der per Mail verschickt wurde - sie fand letztes Jahr statt. Wir entschuldigen uns!
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