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Was ist Cafe Rebeldia? ...der „andere“ Kaffee für Deinen täglichen Aufstand Kaffee ist für uns vorallem ein Genuss- und Suchtmittel. Weniger ist uns bekannt und bewusst, was hinter der Kaffeeproduktion und dem -handel steckt und wie die heisse Tasse Kaffee auf unserem Frühstückstisch landet. Kaffee als klassisches Kolonialprodukt war denn auch eines der ersten Güter, das in Europa zu sogenannten "fairen" Bedingungen gehandelt wurde. Im folgenden einige Hintergrundinformationen zur zapatistschen Kaffeekooperative Mut Vitz, von der wir unseren Kaffee beziehen.
Die zapatistischen Kaffeekooperativen Der Süden Mexikos ist einer der wichtigsten Anbaugebiete von Kaffee in Amerika. Der Kaffee wird meist von indigenen Kleinbauern produziert, die zur ärmsten Schicht des Landes gehören. Um Hunger und Landflucht zu begegnen, haben sich im Aufstandsgebiet der Zapatistas rebellische Kaffeebauern und -bäuerinnen in verschiedenen Kooperativen zusammengeschlossen, in denen sie den Kaffee gemeinsam zu besseren Bedingungen zu vermarkten versuchen. Der Kaffee ist für viele Bauernfamilien oft die einzige Einnahmequelle. Die Marktnische des sogenannt fairen Handels bietet ihnen eine Chance, weiterhin existenzsichernd Landwirtschaft betreiben zu können; die Alternativen dazu wären Migration in die USA oder die menschenunwürdige Fabrikarbeit in den Freihandelszonen. Der zapatistische Aufstand Am 1. Januar 1994 besetzten einige tausend indigene KämpferInnen der EZLN (Zapatistische Armee zur Nationalen Befreiung) die Kolonialstadt San Cristóbal de las Casas und weitere Bezirkshauptstädte im Bundesstaat Chiapas (Mexiko). Der zapatistische Aufstand steht in der Tradition des Jahrzehnte alten Kampfes der MexikanerInnen um Arbeit, Land, Behausung, Nahrung, Gesundheit, Bildung, Unabhängigkeit, Freiheit, Demokratie und Gerechtigkeit als Voraussetzung für ein würdiges Leben. Da bisher die Abkommen von San Andrés (1996) über indigene Rechte - welche zu einer politischen Lösung des Konfliktes hätten führen sollen - von den verschiedenen mexikanischen Regierungen nicht umgesetzt wurden, verhandeln die Zapatistas nicht mehr, sondern setzen ihr Konzept der indigenen Autonomie in die Praxis um. Indigene Autonomie Die indigene Bevölkerung in Chiapas hat genug von den neoliberalen Strukturanpassungen der mexikanischen Regierung. Die aufständischen Gemeinden streben eine wirtschaftliche und politische Autonomie an und nehmen ihr Geschick in die eigenen Hände. Diese Selbstbestimmung ist als eine Organisierung von unten zu verstehen und ist nicht zu verwechseln mit einer Abspaltung vom mexikanischen Staat. Die aufständischen Indígenas wollen nicht länger als Menschen zweiter Klasse behandelt werden, sondern als vollwertige BürgerInnen Mexikos mit eigener Kultur und politischer Selbstbestimmung anerkannt sein. So wurden im August 2003 die fünf regionalen Zentren eingeweiht, in welchen „Räte der guten Regierung“ die autonomen zapatistischen Regionen verwalten. Dadurch gewinnt die indigene Autonomie mit eigener Rechtsprechung, eigenem Bildungs- und Gesundheitssystem, eigener Radiostation, dem Biolandbau sowie dem alternativen Handel an Struktur und Wirkung. Der Verein Café RebelDía
fein-fair-bio... Der hervorragende Arabica-Kaffee schmeckt nicht nur ausgezeichnet, er wird auch biologisch angebaut, zu einem höheren Preis eingekauft und gibt Dir die Möglichkeit, die zapatistische Bewegung direkt zu unterstützen! Für den Einkauf und den Vertrieb arbeiten wir seit dem 01.01.2008 mit der Fairtrade-Organisation gebana zusammen. Wir bezahlen den zapatistischen Kaffeekooperativen einen Preis, der über demjenigen des fairen Handels liegt. Mit dem Erlös aus dem Vertrieb unterstützt die Gruppe „Direkte Solidarität mit Chiapas“ die Selbstverwaltung der autonomen indigenen Bezirke im Widerstand. Die dunkle Röstung von Café RebelDía ist gut geeignet sowohl für die italienische Espressomaschine als auch für Filterkaffee.
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