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Urgent Action Chiapas: Neue Vertreibungen, Paramilitärs reaktiviert! --- Direkte Solidarität mit Chiapas --- Desplazamiento forzado de 5 familias por agresiones de Paz y Justicia en Sabanilla, Chiapas Liebe Chiapas-SolidarischeIn der chiapanekischen Zona Norte wurden am 3. Juli erneut Familien gewaltsam von Paramilitärs aus ihren Gemeinden vertrieben.Bei den Vertriebenen handelt es sich um oppositionelle BewohnerInnen der Gemeinde Andrés Quintana Roo in Sabanilla. Seit 1996 werden dort die ehemals zapatistischen Familien, heute SympathisantInnen der PRD, von ihren bei der paramilitärischen 'Paz y Justicia' organisierten Nachbarn bedroht. Paz y Justicia, die einflussreichste und aggressivste paramilitärische Organisation in der gesamten Zona Norte hatte zwischen 1995 und 2000, 3000 Menschen im Widerstand aus verschiedenen Gemeinden vertrieben, 37 Personen 'verschwinden' lassen, und 87 Menschen getötet. In Quintana Roo selber ist die Bilanz von 1996 bis 2003 im Verhältnis noch ernüchternder: 28 Tote auf der Seite der ehemaligen ZapatistInnen. Seit Beginn dieses Jahres wurden wieder zunehmende Wellen der Aggression von MenschenrechtsbeobachterInnen registriert. Schon Anfang Juni 05, vor der "alerta roja" der EZLN, haben nach einem Angriff mit Schusswaffen in Andrés Quintana Roo alle oppositionellen Familien (insges. 122 Personen) die Gemeinde fluchtartig verlassen. Die meisten kehrten eine Woche später zurück, doch die neuen Vertreibungen zeigen, dass die Bedrohung weiter besteht und die Vermittlungsbemühungen der chiapanekischen Behörden bisher nicht erfolgreich waren. Die Mobilisierungen der Paramilitärs, ihre Wiederbewaffnung und die neuen Vertreibungen sind kein gutes Zeichen für die Region, in der die Zapatistas eben eine neue, explizit friedliche Initiative für eine nationale linke Allianz ergriffen haben. Deshalb: Mitmachen bei der Urgent Action! Mit den Informationen aus dem oben verlinkten Urgent Action-Text des Menschenrechtszentrums Fray Bartolome de las Casas einen Protestbrief schreiben und an die im Text erwähnten Regierungsadressen schicken. Oder eure Unterschrift, oder die Unterschrift eurer Organisation, an uns weiterleiten für eine Sammelklage. Dringliche Grüsse, Eure Soligruppe |
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